Ingesamt 37 Studenten aus Schweden und Deutschland machen die Tandemkurs in Göteborg dieser Sommer. Tandem heiß es weil man immer zu zweit arbeitet: ein Schwede der Deutsch lernt und ein Deutscher der Schwedisch lernt.
Wir erhalten verschiedene Aufgaben, heute zum Beispiel hatten wir eine Übung die "Woher kommt das?" hieß. Sie bestand auf zwei Listen, eine mit typisch deutsche Personen, Ereignisse, Speisen (Brandenburger Tor, Loreley, Lindenstraße und Kölsch) und eine mit schwedischen Dingen (Kiviks marknad, svensktoppen, Sundborn und förfest). Die Aufgabe war die Muttersprachler zu interviewen um herauszufinden wer Till Eulenspiegel war oder wer am Mårbacka wohnte.
Es war sehr interessant und ich lernte viele Dingen über Deutschland dass ich gar nicht wusste, zum Beispiel wo der Weißwurstäquator liegt ;-)
Bisher gefällt mir diese Methode sehr gut. Beider Sprachen sind im Fokus und es fällt sich natürlich die Gleichheiten und Unterschiede zu diskutieren. Was ich auch positiv finde ist dass ich nicht nur Student bin, ich bin auch Lehrer. Mein Tandempartner lernt Schwedisch, eine Sprache dass ich sehr gut beherrsche und die Abwechslung zwischen die Student- und die Lehrerrolle ist ganz schön weil immer der Student zu sein ist anstrengend. Ich finde es auch schmeichelnd dass jemand bereit ist Zeit, Geld und Kraft zu opfern um Schwedisch zu lernen! Es ist ganz fantastisch wenn es gibt so viele andere, viel größer und viel mehr praktischer Sprachen in der Welt zu lernen.
